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Erstes Bild

Residenz, Wohnung der Protasows. Die Bühne stellt ein kleines Speisezimmer dar. Anna Pawlowna, eine volle, grauhaarige Dame, sitzt im Korsett allein am Teetisch. Die Kinderfrau kommt mit der Teekanne. Kinderfrau: Darf ich mir etwas heißes Wasser nehmen? Anna Pawlowna: Bitte. Was macht der kleine Mischa? Kinderfrau: Er ist unruhig. Nichts ist schlimmer, als wenn die Damen selbst nähren wollen. Sie haben ihren Kummer und Gram, und das Kind leidet darunter. Was für eine Milch muß solch eine Mutter haben, wenn sie in der Nacht nicht schläft und immer weint! Anna Pawlowna: Sie scheint sich ja nun beruhigt zu haben. Kinderfrau: Eine schöne Beruhigung. Nicht mehr zum Ansehen ist's. Immerzu hat sie was geschrieben und dabei geweint. Sascha kommt herein, zur Kinderfrau: Lisa sucht sie. Kinderfrau: Ich komm' schon. Ab. Anna Pawlowna: Die Kinderfrau sagt, daß sie noch immer weint. Daß sie sich gar nicht beruhigen kann! Sascha: Nein, Mama, Sie sind wirklich gut! Sie verläßt ihren Gatten, den Vater ihres Kindes – und Sie verlangen, daß sie ruhig sein soll! Anna Pawlowna: Nicht ruhig – aber was geschehen ist, ist geschehen. Wenn ich als Mutter es nicht nur zugelassen habe, sondern sogar froh bin, daß meine Tochter sich von ihrem Manne trennt, so muß er wohl danach sein. Freuen sollte sie sich, statt sich zu grämen, daß sie einen so schlechten Menschen los wird. Sascha: Wie können Sie nur so

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