Chapter

Das Vorwort.

»Der kann gut werden, hat unser Leibarzt gesagt,« sagte Doktor Kohl, als er bei der Taufe seines Erstgeborenen auf seine eigene Geburt zu sprechen kam und erzählte, wie ihn die weise Frau zehn Minuten, nachdem er, »wie die Anderen sagten«, das Licht der Welt erblickt hatte, »quatsch auf den Boden fallen ließ«. »Meine selige Mutter war natürlich nicht im Stande, sich viel darum zu kümmern; aber meinen Vater bekümmerte es nach überwundenem Schrecken sehr, daß er ganz unnöthiger Weise nach ärztlicher Hilfe geschrien hatte. ›Das konnten wir auch machen – den Jungen abwischen, abwaschen, einwickeln und uns trösten: diesmal hat es ihm gottlob noch nichts geschadet.‹ Uebrigens sollst Du nochmals leben, Röschen!« »Du auch, närrisches Menschenkind!« sagte die junge, glückliche Mutter. »Aber jetzt sprich endlich auch mal ein vernünftiges Wort. Was soll das Kleine da nebenan von Dir denken?« »Das ist mir so einerlei, wie es meinem seligen Papa einerlei war, was ich manchmal über ihn dachte. Du sollst noch einmal, zum dritten Mal leben, Schatz.« »So ist er nun!« sagte Frau Rosine Kohl, geborene Müller, seufzend, aber »im Grunde ihn doch nicht anders sich wünschend«. »Wissen Sie was, Frau Gevatterin?« sagten die Gäste, Kreisthierarzt a. D. Schnarrwergk eingeschlossen. »Er muß auch so bleiben. Verbrauchen Sie ihn also, wie er ist, und zwar mit Gesundheit. Das Uebrige wird sich dann schon

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