Chapter

Der Lächler von Dunnersholm

In Dunnersholm, dem malerischen Fischerdorf, lieblich gelegen zwischen saftigen Wäldern, die ihrerseits von ragenden Dünen gerahmt sind, von deren Hängen man hinausblickt auf das baltische Meer oder auch landwärts auf den belebten Schwanensee von Dunnersholm (eine deutsche Meile im Geviert) – in Dunnersholm lebte ein einsiedelnder Greis, den man nur den Lächler von Dunnersholm nannte. Dieses Lächlers Häuschen stand abseits vom Ort, hinter all den Feldern und Wiesen, auf denen die Fischer Kraut, Rüben und Kartoffeln pflanzten und das schwarzweiße Dunnersholmer Vieh grasete. Es stand, hellblau gestrichen, dicht vor der dunkelgrünen Wand des schmalen Forststreifens, der hier den freien Blick vom Meer zum Schwanensee hin verhinderte. Der kleine zum Häuschen gehörige Garten wies einiges Buschobst auf und dazwischen mehrere Reihen Beerensträucher. Ein wenig seitlich auf blumigem Rasenstück wuchs eine hohe, schwere Edeltanne, deren Fuß zu dem Umfang ihrer Pyramide in gar keinem Verhältnis stand und die auch von dem leisesten Luftzug ständig sanft gewiegt wurde. Aber blies der Sturm in ihre gestuften Fächer, so legte sie sich fast auf die Erde, um von Atem zu Atem immer wieder emporzuschnellen, während die Stieglitze, die darin wohnten, Mühe hatten, nicht aus ihren Nestchen geworfen zu werden. Früh am Morgen, wenn die Nebel wogten und der Ruf des Wachtelkönigs hart durch die Landschaft

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