Chapter

1. Kapitel. Am Pic von Orizaba

Der Leser lernt den Helden kennen – Trübe Tage in Mexiko. – Was ein Pama unter Requirieren versteht. »Holla, Wohanna – was giebt's?!« . . . Der soeben aus dem Schlummer Erwachte richtete sich auf, rieb sich die Augen und schaute umher. Der Tag begann zu dämmern. Die ersten grauen Schatten fielen in das Innere der Höhle; draußen vor dem Eingang leuchtete es noch heller – eine Schicht Schnee war über Nacht gefallen und im Frühschein glänzten die Krystalle wie Silber. »Still, Herr,« antwortete eine zweite Stimme. »Mir war's, als hätte ein Pferd gewiehert . . . Bleiben Sie liegen – ich will nachsehen, ob sich einer der Gäule vielleicht losgerissen hat . . .« 2 Der Mann erhob sich. Es war ein Indianer, kein Jüngling mehr, das sah man an dem durchfurchten, braunen Gesicht, doch immer noch eine stattliche Erscheinung, starkgliedrig und von würdevoller Haltung. Sein Antlitz war nicht bemalt, dagegen trug er auf der nackten Brust unter dem offen stehenden Lederhemd ein farbiges Zeichen: einen roten Ring, durch den ein Pfeil ging. Die Höhle war weit und mochte vulkanischen Ursprungs sein wie die meisten Grottenbildungen an den Hängen des Pics von Orizaba. Riesige Felssteine, zu gigantischen Trümmerhaufen vereint, schieden sie in verschiedene Teile; das Ganze war gewissermaßen ein kleines Labyrinth, in dem man sich nicht allzu leicht zurechtzufinden vermochte. Der zweite Reisende blieb,

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