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Vorwort

Die folgenden Blätter wären nach dem Ableben Kaiser Friedrich's gedruckt worden, wenn nicht andere Veröffentlichungen, und was mit ihnen zusammenhing, dem Verfasser verleidet hätten, sich während einer unerfreulichen Aufregung über die Person des theuern Toten zu äußern. Jetzt in einer Zeit größerer Ruhe möge man diesen kleinen Beitrag zur Entstehungsgeschichte der deutschen Kaiserwürde wohlwollend aufnehmen. Er vermag freilich nur zu berichten, wie als Wunsch in der Seele des Kronprinzen gelebt hat, was später Thatsache wurde. Seit achtzehn Jahren besteht das deutsche Kaiserthum, es ist bereits fest gewurzelt in dem Gemüth und dem politischen Leben des Volkes, es ist Ehre und Stolz von Millionen geworden, auch seine Reichsverfassung hat sich als eine dauerhafte Schöpfung erwiesen und wird neben dem Vielen, was die Nation dem Fürsten Bismarck zu danken hat, in Zukunft vielleicht als eine besonders staatskluge Bildung betrachtet werden. Wenn nun der Schreiber dieser Zeilen bekennt, daß er selbst im Jahre 1870 der Kaiserkrone über einem deutschen Staatsbau abgeneigt gegenüberstand, so muß er sich gefallen lassen, daß die Leser von seinem politischen Scharfblick eine ungünstige Meinung erhalten. Dennoch wird ihnen zugemuthet, auch von dieser überwundenen Auffassung etwas zu vernehmen, denn in Wahrheit war dieselbe im Jahre 1870 nicht die Ansicht eines Einzelnen, sondern vieler

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