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Vorwort

Zwanzig Jahre sind seit dem Ausbruch des Krieges vergangen Alle Völker können sagen, dass sie diesen Krieg nicht gewollt haben, und von den Staatsmännern hat, welcher Art ihre Rolle auch gewesen ist, keiner die ungeheure Häufung der Opfer vorhergesehen. Fünfzehn Millionen Menschenleben vernichtet, auf den Schlachtfeldern oder hinter den kämpfenden Heeren, und dazu die unheilbaren Siechen und Verletzten, nein, so weit hat vor zwanzig Jahren auch die robusteste Vorstellungskraft nicht gereicht. Und keine Statistik spricht von dem getöteten Geist. Das Buch »Der Krieg des Pontius Pilatus«, das diese Zeit vor zwanzig Jahren schildern soll – und dabei vielleicht nicht nur, wie man zu sagen pflegt, offene Türen einrennt, sondern auch einige verschlossene öffnet – entstand, bevor in Deutschland der nationalsozialistische Eroberer alle Funktionen der Staatsgewalt an sich riss. Die Sieger beherrschten nun auch die Druckmaschinen, die nicht immer zum Heil der Menschheit gearbeitet, aber gerade durch die Vielartigkeit ihrer Produktion das geistige Leben davor behütet hatten, in Leblosigkeit zu erstarren oder wie ein Strom zu versickern, der durch keine Nebenflüsse bereichert wird. Diejenigen, die immer gemeint hatten, einige in den überwundenen Aufklärungsperioden geprägte Grundsätze und besonders auch gewisse ungeschriebene Gesetze und Rechte seien jeder Kultur so unentbehrlich wie das

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