Chapter

Der Kopf des Maharadscha

1. Kapitel. Lady Cornawoor. Wenn ich den schönen Leserinnen und dem geneigten Leser versprochen hatte, noch einiges über die heilige Säule Muhammeds, den Tasch el Muhammed, zu berichten, die ja im letzten Band eine gewisse Rolle spielt, so muß ich zunächst doch, um die Reihenfolge unserer Abenteuer nicht zu unterbrechen, ein anderes Erlebnis hier einfügen, das mir doch wichtig und seltsam genug erscheint, um es hier mit all den merkwürdigen Einzelheiten zu schildern. Wir waren also nach unserem Ritt in die Wüsteneien Südarabiens Ende Juni 1923 nach dem englischen Hafen Aden, am Ostausgang des Roten Meeres gelegen, zurückgekehrt. Harald Harsts Laune hatte in jenen Tagen den Gefrierpunkt erreicht. Er litt nämlich an jenem bösen Übel, das man im Orient Aleppobeule nennt und das in einem beulenartigen Geschwür auf der — Nase besteht. Zur Verschönerung trägt eine solche Aleppobeule keineswegs in hervorragendem Maße bei. Im Gegenteil! Harst sah denn auch etwas entstellt aus. Da war’s weiter kein Wunder, daß er eine Dame, die sich im Hotel d’Angleterre in Aden mittags am 22. Juni bei uns melden ließ, kurzerhand durch den Kellner wieder wegschickte. Der Kellner verschwand zögernd. Ich lehnte am Fenster und drehte die Karte der Dame mißmutig zwischen den Fingern hin und her. — Eine Lady Maria Cornawoor weist man doch nicht so ohne weiteres ab, dachte ich. Man kann doch nie wissen, ob

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