Während meines Nachmittagsschlafes
Schauplatz der Handlung Indien — — Kalkutta … Wenigstens Schauplatz der ersten Akte … Die Sache begann so: Es war einer jener glutheißen Tage, an denen man am besten bis sechs Uhr nachmittags im Hotelzimmer bleibt. Und das hatte ich, Max Schraut, auch getan, hatte nach dem Diner mich auf den Diwan gelegt, war eingeschlafen und erwachte erst gegen halb sieben Uhr. Gähnend richtete ich mich auf. Mein verschlafener Blick glitt über unseren gemeinsamen Wohnsalon hin … Der Ventilator dort oben in der Wand surrte, und die Vorhänge vor den offenen Balkontüren wehten leicht hin und her … Diese Vorhänge machten mich stutzig. Denn — wer hatte die Balkontüren geöffnet, wer hatte so der Backofenglut von draußen Zutritt gewährt?! In dem großen Raume herrschte halbe Dämmerung, da die Stabjalousien der Fenster herabgelassen waren. Außerdem hatte ich meine Brille vor dem Einschlafen auf das Rauchtischchen neben dem Diwan gelegt, und ohne Brille bin ich verraten und verkauft: hühnerblind! So konnte ich nicht recht erkennen, was da inmitten des Zimmers auf dem hellen Bastteppich lag, dessen dunkle geschmackvolle Muster zudem noch die Umrisse dieses Etwas völlig verwischten. Ich starrte hin … Ich wurde immer munterer … Griff nach der Brille, setzte sie auf — — und schnellte vom Diwan — — wie ein Gummiball … Harst lag da … Harst halb auf der Seite — völlig zusammengekrümmt und zum Teil mit der