Vorrede zur dritten Auflage
Eine Vorrede zur dritten Auflage. Ich darf es gewiß für einen Fortschritt unseres Volkes halten, daß dieses Stück jetzt zur Aufführung gebracht werden kann und gleichzeitig in dritter Auflage verlangt wird – die vorhergehenden waren nicht klein. Als das Stück vor jetzt bald zehn Jahren erschien, wurde ich in der damals einflußreichsten Zeitung des Landes mit Zuchthaus bedroht. Man begegnete mir im allgemeinen in allen drei Ländern öffentlich und privat mit einer Schroffheit, die kaum ein Seitenstück in unserer Literatur gehabt haben dürfte. Aber ich beeile mich, hinzuzufügen, daß ich mit »Fortschritt« nicht Fortschritt in der Entwicklung zur Republik meine, jedenfalls nicht in Norwegen, und das, obgleich wir jetzt zweifellos mehr Republikaner haben als wir vor zehn Jahren hatten; die Entwicklung bringt es ja mit sich, daß ihre Zahl in zivilisierten Ländern wächst. Aber die Unzufriedenheit, die damals in Norwegen gärte, ist in ernste Versuche übergegangen, nutzbar zu machen, was wir besitzen. Wenn mich nicht alles täuscht, sind wir heute weiter von der Republik entfernt, als wir es vor zehn Jahren waren. Aber der Friede, den das Königtum jetzt erlangt hat, darf nicht als Schweigen über dessen Erbfehler angesehen werden, oder gar als Unterdrückung der Stimmen, die da fordern, daß es mit allem übrigen im Volke vorwärtsschreiten soll, daß es sich nach unseren neuen Bedürfnissen