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Wie zwei große weiße Männer mit einem kleinen Schwarzen Freundschaft schließen

Es war ein schöner Märzmorgen im Jahre 1892. Auf dem Marktplatz eines größeren Eingeborenen-Dorfes in Oberägypten herrschte aber trotz der frühen Morgenstunde schon reges Leben. Dattelverkäufer in langem Mantel und buntem Turban riefen ihre Waren aus und Wasserträger schleppten keuchend ihre schweren Schläuche auf dem gekrümmten Rücken daher. Am lautesten ging es indessen am Eselstand her. »Guter Esel – schöner Esel – Kaprivi-Esel, Herr – Bismarck-Esel«, so scholl der Chor der Eseljungen um einen Trupp Reisender herum, die sich eben durch das Markttreiben Platz gebahnt hatten und bei dem Eselstand angelangt waren. Jeder der kleinen dunklen Eseltreiber suchte seinen Esel im besten Lichte darzustellen; reichten die wenigen deutschen Worte, deren sie mächtig waren, dazu nicht aus, so ging es auf arabische weiter. Und die Heimatssprache wurde mit so deutlicher Gebärdensprache begleitet, daß es unschwer war den Sinn derselben zu erraten. War es doch immer nur das eine was Augen, Mund und Hände auszudrücken suchten: »O Herr, reite auf meinem Esel und auf keinem anderen.« »Alles mögliche, daß die Jungens überhaupt einige Brocken unsrer edlen Muttersprache aufgeschnappt haben«, meinte ein junger Mann in grauem Reiseanzug zu seinem Nachbar gewandt, der, mit ihm etwas abseits stehend, der Entwicklung der Dinge zugeschaut hatte. »Mir vergeht ganz die Lust zum Reiten, Hans«, entgegnete der

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