Chapter

1. Kapitel. Der kleine Kundschafter

Ein heulender Windstoß, der durch die enge, wild zerklüftete Schlucht fuhr und bis in die flache Felsgrotte drang, fachte das kleine Lagerfeuer zu hellen Flammen an. Neben diesem Feuer lag auf einer wollenen Satteldecke ein blondbärtiger Trapper, der soeben mit Hilfe einer eisernen Kugelform für seine im ganzen wilden Westen berühmte Doppelbüchse neue Kugeln in der Glut gegossen hatte. Jetzt drückte er die allzu hoch lodernden Äste mit ein paar Steinen wieder aus und tat dann die fertigen Kugeln in seine mit Glasperlen nach indianischer Art verzierte Jagdtasche. Das in der Schlucht vielfach widerhallende Echo eines Büchsenschusses ließ ihn jäh in die Höhe fahren. Auch die beiden im Hintergrunde der Grotte stehenden Pferde, ein Rappe und ein hochbeiniger Fuchs, hatten ebenfalls wie lauschend die Köpfe vorgereckt. Der junge, stattliche Trapper erstickte das Feuer jetzt vollständig, griff nach seiner Büchse und trat ein paar Schritt aus der Grotte hinaus. Ein plötzlicher Regenguß trieb ihm die nassen Tropfen wie Hagelkörner in das tief gebräunte Gesicht. Die Nacht war finster, und sturmgepeitschte Wolken jagten über den düsteren Himmel hin. Die Eichen und Riesentannen, die vereinzelt in der Schlucht wuchsen, rauschten und verbeugten sich vor den immer heftiger werdenden Windstößen. In dieser Dunkelheit etwas zu erkennen, war unmöglich. Aber das Ohr des blonden Jägers, in der

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