Chapter

Der kleine Häwelmann

Es war einmal ein kleiner Junge, der hiess Haewelmann. Des Nachts schlief er in einem Rollenbett und auch des nachmittags, wenn er muede war; wenn er aber nicht muede war, so musste seine Mutter ihn darin in der Stube umherfahren, und davon konnte er nie genug bekommen. Nun lag der kleine Haewelmann eines Nachts in seinem Rollenbett und konnte nicht einschlafen; die Mutter aber schlief schon lange neben ihm in ihrem grossen Himmelbett. "Mutter", rief der kleine Haewelmann, "ich will fahren!" Und die Mutter langte im Schlaf mit dem Arm aus dem Bett und rollte die kleine Bettstelle hin und her, und wenn ihr der Arm muede werden wollte, so rief der kleine Haewelmann: "Mehr, mehr!", und dann ging das Rollen wieder von vorne an. Endlich aber schlief sie gaenzlich ein; und soviel Haewelmann auch schreien mochte, sie hoerte es nicht; es war rein vorbei. - Da dauerte es nicht lange, so sah der Mond in die Fensterscheiben, der gute alte Mond, und was er da sah, war so possierlich, dass er sich erst mit seinem Pelzaermel ueber das Gesicht fuhr, um sich die Augen auszuwischen; so etwas hatte der alte Mond all sein Lebtage nicht gesehen. Da lag der kleine Haewelmann mit offenen Augen in seinem Rollenbett und hielt das eine Beinchen wie einen Mastbaum in die Hoehe. Sein kleines Hemd hatte er ausgezogen und hing es wie ein Segel an seiner kleinen Zehe auf; dann nahm er ein Hemdzipfelchen in

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