Die Busfahrt
Der Klassenausflug ging zu einem echten Leuchtturm an der Küste. Sie hatten zwei Wochen lang darüber gesprochen.
Am Tag selbst stiegen dreiundzwanzig Kinder in einen kleinen grünen Bus. Herr Halpern stieg mit ihnen ein. Auch Livs Mama und Mareks Papa, die helfenden Eltern.
Der Bus fuhr um halb neun los.
Die Busfahrt dauerte anderthalb Stunden. Manche Kinder lasen. Manche Kinder sangen. Einigen wurde leicht busübel (Liv) und sie bekamen eine Papiertüte und einen Fensterplatz. Manche Kinder tauschten Snacks (Marek und Eyo machten einen langen, sorgfältigen Tausch mit einer Banane und drei Crackern).
Der Leuchtturm kam durch das Busfenster in Sicht. Er war hoch und weiß und rot gestreift, und er stand auf einer felsigen Spitze, mit dem Meer dahinter.
„Er ist so HOCH", sagte Bo.
„Er IST hoch", sagte Herr Halpern. „Leuchttürme sind meistens ziemlich hoch, sonst würden sie nicht funktionieren."
Der Bus hielt. Die Klasse stieg aus. Der Wind war stark am Meer, mit einem Salzgeruch und dem Klang von Möwen.
Die Leuchtturmwärterin kam heraus, um sie zu begrüßen. Sie hieß Frau Kvist. Sie hatte graue Haare zu einem festen Zopf und ein warmes Lächeln.
„Willkommen am Leuchtturm Greybeach", sagte sie. „Heute seht ihr, wie ein Leuchtturm funktioniert, und wir gehen ganz nach oben."
Es gab kleine Aufschreie. Ganz nach oben.