Chapter

Vorrede

Der Knoten hat sich verwickelt in den wenigen kurzen Monaten, welche seit der Erscheinung des ersten Theils unserer Handschriften verflossen sind, und Blutvergießen hat den Flecken noch dunkler gemacht, der auf unserm Lande in Folge der weiten Verbreitung und kecken Behauptung falscher Grundsätze haftet. Man mußte dieß schon lange voraussehen, und man hat vielleicht Grund sich Glück zu wünschen, daß die vorgefallene Gewaltthat nur den Verlust eines einzigen Lebens kostete, während zu besorgen stand und noch steht, daß sich ein Bürgerkrieg daraus entwickeln würde. Daß einzelne Theile des Gemeinwesens sich würdig und edel benommen haben bei diesem plötzlichen Ausbruch einer gesetz- und gewissenlosen Verschwörung zum Raube, ist unläugbar, und darf mit Dankbarkeit und ehrlichem Stolze gerühmt werden; daß das Rechtsgefühl weitaus den größeren Theiles des Landes tief verwundet worden, ist ebenso wahr; daß die Gerechtigkeit aufgerüttelt worden ist, und in diesem Augenblick in der ernsten Sprache der gesetzlichen Gewalt mit den Uebelthätern redet, läßt sich nicht widersprechen; aber während dieß Alles zugegeben wird, und zugegeben wird nicht ganz ohne Hoffnung, sind doch noch Gründe zur Besorgniß vorhanden, so starke und triftige Gründe, daß kein Schriftsteller, der den wahren Interessen seines Vaterlandes treu ergeben ist, sie auch nur einen Augenblick aus dem Gesichte verlieren darf.

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