1. Kapitel: Eine Warnung und eine Drohung
»Da ist er schon wieder!« sagte Harald Harst zu mir, als wir kaum im Speisesaal des Atlantic-Hotels in Melbourne Platz genommen hatten, um in aller Behaglichkeit bei den Klängen einer erstklassigen ungarischen Kapelle unser Abendessen zu vertilgen. Der Kellner reichte uns die Speisekarte. Erst nachdem wir ein Menü zusammengestellt hatten, konnte ich meinen Freund daher fragen: »Wen meinst Du eigentlich mit diesem »Da ist er schon wieder«?« Harald entfaltete die Abendnummer der Melbourner Times und erwiderte: »Wir sind vorgestern hier eingetroffen, nachdem wir volle fünf Tage dem Geheimnis der namenlosen Jacht gewidmet hatten, das uns weit hinaus in entlegene Meeresbreiten führte. Vorgestern, als die Australia uns kaum im Hafen an Land gesetzt hatte, bemerkte ich den eleganten Herrn zum ersten Male. Er hat uns seitdem unauffällig weiter beobachtet. Als wir gestern draußen auf der Relly-Farm der Kaninchenjagd beiwohnten, war er ebenfalls als Zuschauer anwesend. Jetzt hat er soeben dort drüben an einem Tische links von dem Pfeilerspiegel sich niedergelassen.« Kaninchenjagd!! — Die Erinnerung an diese sogenannte Jagd auf die schädlichen, sich so ungeheuer schnell vermehrenden Nager, die in Australien zeitweise zur Landplage werden, war scheußlich genug. Dieses Massenmorden hatte mich mit Ekel erfüllt. — Aber all das vergaß ich jetzt gegenüber Harsts beunruhigender Mitteilung, es