Vorwort
Vorwort. Die nachstehende Erzählung ist im ersten Monate des Jahres 1828 in meiner Zeitschrift Mitternachtblatt stückweise erschienen, und in einigen anderen Tageblättern, die von der Plünderung leben, auch stückweise nachgedruckt worden. Verächtlicher, ehrloser als der gewöhnliche Nachdruck beliebter und gesuchter Bücher, ist solch’ ein Taschendiebstahl, den gleichsam ein Wanderer an dem Mitwanderer verübt. Er weiß noch nicht einmal, ob die Waare in dem Felleisen des Mitwanderers Beifall auf dem Lesemarkte finden wird; aber er stiehlt sie demselben Stück vor Stück, und trägt sie in seinem Bettel- und Diebessacke hausiren, gleich als ob er unmittelbar vom Verfertiger sie zu diesem Behuf empfangen hätte. Durch den Namen des Letzteren sucht er sich den Anschein einer literarischen Verbindung mit demselben zu geben, und ladet ihm außer den Schaden auch noch die Schande auf, bei einem Theile des Publikums für den Socius eines Lumpensammlers zu gelten. So ehrlos handelt der Bücher-Nachdrucker nicht. Er bestiehlt den Autor, er bestiehlt den rechtmäßigen Verleger; aber er giebt sich nicht für den letzteren, nicht für den Geschäfts-Genossen des Ersteren aus. Er stiehlt, aber er betrügt das Publikum nicht mit dem gestohlenen Gut; er nöthiget seinen Nachdruck denjenigen nicht auf, die schon den Originaldruck besitzen. Das thut nur der journalistische Druckdieb: das Abonnement in der