Erster Aufzug
Schauspiel in zwei Acten. Zwischen den beiden Akten ein Zeitraum von acht Tagen. Wohnzimmer eines Handwerker. Rechts zwei Fenster, dazwischen Spiegel, vor demselben klein einer Tisch. Gradeaus eine Tür nach dem Entree, links eine ebensolche nach einem anderen Zimmer. Vom links ein Sopha, ein runder Tisch, einige Sessel. Vormittags. Frau Berthold. Wo er nur so lange bleiben mag . . . Ich begreife gar nicht! (Die Thür geht auf, Steyl tritt ein.) Ach, da ist er ja. Nun, haben Sie Alles mitgebracht, Herr Steyl? Steyl (mit mehreren Päckchen auf dem Arm.) Alles! Ich habe viel zu besorgen gehabt, Frau Berthold. Nun, so etwas kommt ja nicht jeden Tag vor. (Auspackend.) Frau Berthold. Das sind Wirthschaftssachen. Und hier ein Carton für Martha! Wie die sich aber freuen wird! Steyl. Wird das Essen zur Zeit fertig sein? Frau Berthold. Ganz gewiß, Steyl (zieht aus der Rocktasche zwei Flaschen Wein heraus.) Hier, nehmen Sie, Frau Berthold, heute werden Sie hoffentlich Ihre Kunst zeigen. Wir erwarten Gäste. Frau Berthold. Ich weiß. Steyl (hin- und hergehend.) Und sehen Sie auch nach, ob mein schwarzer Rock in Ordnung ist. Warum laufe ich eigentlich immer hin und her? (Setzt sich und trocknet sich das Gesicht mit dem Taschentuch ab.) Ich bin ordentlich müde geworden. (Es klingelt.) Wer mag da kommen? (Frau Berthold ab.) Ackermann kann es doch nicht sein. Frau Berthold (wiederkehrend.) Ein