Erstes Kapitel: Die beiden Trapper
Der Sturm durchheulte mit wütenden Stössen den hochragenden Urwald, der sich vom Ufer des San Juan Fluss die schräge Berglehne hin anzog. Das Krachen brechender Äste und das weithin tönende donnerähnliche Geräusch einer umstürzenden Riesenfichte wurden jedoch plötzlich von einem anderen Geräusch abgelöst; dem Knall mehrerer Schüsse, denen ein schrilles Geheul, das Angriffsgeschrei der Apachen folgte. In dieser pechfinsteren Sommernacht, bei diesem durch jagende schwarze Wolken völlig verschleierten Himmel konnte der einsame Reiter, der soeben aus einem lang gestreckten Tal von Osten her den schäumenden, hier etwa neunzig Meter breiten Fluss erreicht hatte, drüben am Westufer lediglich das Aufblitzen der Schüsse erkennen. Das Geheul verstummte jetzt wieder. Der Reiter, der noch ein zweites, hoch beladenes Pferd bei sich hatte, murmelte kopfschüttelnd vor sich hin: »Was tun die Pimos hier im Felsengebirge? Dazu noch so mitten im Jagdgebiet der Navajo, die doch wahrlich ihre Freunde nicht sind! Die rote Brut ist mir unangenehm! Ich habe hier etwas zu erledigen, wobei mir ihre Gegenwart nur lästig ist. Sehen wir erst einmal zu, was die kupferfarbene Bande dort drüben angestellt hat.« Er stieg aus dem Sattel, nahm beide Pferde bei den Zügeln und brachte sie in eine nahe Schlucht, band sie hier an einer Kiefer hinter einer hohen natürlichen Hecke von Dornen und wildem Hopfen fest und