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Vorrede

Vorrede Geneigter Leser Diese Vorrede habe ich nicht der Gewohnheit oder der bloßen Mode wegen hierhergesetzt, indem man selten ein Buch bei heutigen Zeiten zum Vorschein kommen sieht, dem es an einer Vorrede fehlt; nein! sondern dem geehrten Leser etwas zu offenbaren, damit derselbe diese Geschichtsbeschreibung nicht etwa mit argwöhnischen Augen ansehen möge, denn, versichert, man legt ihm mit diesen Blättern, nicht, so wie es nunmehr leider! grand mode zu werden beginnt, curieuse Gedichte, sondern wahrhafte und dennoch curieuse Geschichte vor. Ich für meine Person habe zwar nicht die Ehre gehabt, den Herrn von St.*** oder den in der Geschichtsbeschreibung so genannten Herrn von Elbenstein von Person zu kennen, allein er ist mir, auch sogar von hohen Personen, dergestalt vorgerühmt worden, daß ich ihn in seiner Jugend für einen der galantesten und qualifiziertesten Kavaliere, in seinem Alter aber für einen erfahrenen, frommen, jedoch unglücklichen Staatsmann zu halten mich vollkommen persuadiert sehe. Mit dem Herrn E. v. H. hat er in seiner Jugend in der vertraulichsten Freundschaft gelebt, auch dieselbe nachher beständig beibehalten, ob sie schon bei erwachsenen Jahren einander sehr selten zu sehen bekommen. Als der Herr von St.*** bereits bei Jahren war, die größte Würde an einem gewissen deutschen reichsfürstlichen Hofe erlangt und sich solchergestalt in einem ziemlich

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