Chapter

Erstes Kapitel

An einem klaren Oktobertage des Jahres 1880 saß ein junger Mann in elegantem Jagdkostüm am Saume eines der schönen Eichengehölze, die mit ihrem kühlen Schatten die vorderen Abhänge des Juragebirges bedecken. Ein großer brauner Wachtelhund, einige Schritte von seinem Herrn im Grase lagernd, sah denselben unverwandt an, als wollte er fragen, ob nicht bald aufgebrochen würde. Der Jäger schien indes nicht gesonnen, seinen Weg sobald fortsetzen zu wollen. Er hatte sein Gewehr an einen Baumast gelehnt, die leere Jagdtasche an den Rand des Weggrabens geworfen, und so, den Rücken der Sonne zugekehrt, das Kinn mit der Hand gestützt, ließ er seine Augen über das entzückende Panorama schweifen, das sich vor ihm entrollte. Auf der andern Seite des Weges, an dessen Rand er Halt gemacht, breitete sich, dem Hochwalde entlang, eine zweijährige Schonung aus, deren dünngepflanzte Schößlinge wie grüne Inseln aus der Mitte von Farnkräutern und großen gelben Stauden hervorlugten. Das waldige Terrain, welches gegen das Thal hin sich sanft abflachte, ließ in der Ebene den Marktflecken Pont-Avesnes erblicken, hinter dessen roten Häuserdächern der Schieferturm seiner alten Kirche löschhornförmig emporragte; rechts das Schloß, umgeben von breiten trockengelegten Grenzgräben, die mit Obstbäumen bepflanzt sind. Die Avesnes, ein stilles Bächlein, das die Einwohner anmaßend den »Fluß« nennen, glänzte wie

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