Der Holzklotz
Kein Blatt rührte sich ringsherum, und ihrer gab es hier Milliarden, und jedes von ihnen war voll Licht und Wärme. Unter den Füßen rauschten die harten Nadeln der Gräser, die durch die viele Jahre alte, trockene Blattschicht durchgedrungen waren; es ging sich seltsam leicht auf diesem Boden, so, als ob unter ihm starke elastische Federn verborgen lägen. Es roch nach Laub, Moos und nach verfaulten Pilzen. Vorne, hinten, links und rechts, überall war der Wald, – ein grünes Meer von Blättern, Zweigen, Moosen, gewaltigen Stämmen – und ein goldener Regen sprühte allenthalben, scheinbar klingend mit unhörbaren, segnenden Tönen. Ringsherum aber war es still, und diese festlich geheimnisvolle Stille störte nicht das ferne klangvolle Rufen eines Kuckucks, nicht das kaum hörbare Klopfen eines Spechtes, das von tief unten, aus dem im Dickicht verborgenen feuchten Abgrund, heraufkam. Auch das unaufhörliche arbeitsame Summen der unzähligen kriechenden, hüpfenden und fliegenden Insekten, die die Weite zwischen den Bäumen und zwischen den vom Sonnenlicht übergossenen Waldmauern erfüllten, änderte nichts an der Stille. Kräftiges und wie das Wachstum einer jahrhundertealten Eiche, unbeirrbares Leben herrschte hier, und von jedem winzigen, kaum sichtbaren Käferlein, das geschäftig aus irgendeinem Grunde an dem Grashalm hinaufkroch, wehte das unerschütterliche Wissen von etwas Eigenem, Weisem,