Offener Brief des Herausgebers an den Verfasser
Hochwohlgeborener Herr von Heulenburg! Wohl niemand wird in Deutschland in dem Grade verwundert sein, wenn er diese wenigen gedruckten Blätter in die Hände bekommt, wie gerade Sie, der Verfasser. Sie wähnten dieselben sicher geborgen im Schreibpulte, als ihr eigenstes, geheimstes Eigentum, und nun flattern sie im Luftzug der Öffentlichkeit draußen umher, möglicherweise in vieler Hände. Es muß Ihnen dabei zu Mute werden, wie jenen Theaterfreunden, die, während der Vorhang noch nicht aufgezogen ist, aus den Kulissen hervortreten, sich, den Hut auf dem Kopfe, die Hände in den Taschen und den Rücken gegen das Publikum gekehrt, ruhig sich umsehen, das Zeichen überhören, und die nun plötzlich, wenn die Szene sich geöffnet hat, zu eigener Überraschung eine Rolle im Stücke mitzuspielen gezwungen sind. Aber trösten Sie sich. Wie Ihnen geht es heutzutage noch gar vielen deutschen Menschenkindern. Ja! Ich fand mich bewegen, Ihnen diese kleinen Aufsätze zu »enthändigen«; auf der andern Seite bin ich aber auch ehrlich genug, dies unumwunden zu gestehen, und so mag dieser offene Brief Sie vor etwa möglichen Ungelegenheiten bewahren. Allein rechtfertigen muß ich dennoch meine Handlungsweise. Ich hatte sieben Gründe zu meiner sog. Unehrlichkeit. bewog mich dazu das Prinzip der Öffentlichkeit. Die neuen Ideen über das Eigentum. Bedenken Sie und folgern Sie! Wenn alles Eigentum in den Besitz des