Chapter

I. Im Kasino

»Sieben und zwei!« »Schon wieder die Sieben! Verdammte Unglückskarte! Aber ich zwinge sie. Fünf Friedrichsd'or auf die Sieben!« Der Bankhalter schüttelte bedenklich den Kopf. Er war kein Spieler von Profession. Wenn er auch gern im Kreise von Freunden und Bekannten eine Bank auflegte und dabei ein möglichst hohes Spiel gern sah, so hatte er doch nicht entfernt die Absicht, seine Freunde auszuplündern. Es war daher auch dem reichen Majoratsherrn, dem Stammhalter einer der ältesten und angesehensten Adelsfamilien des Landes, dem Freiherrn von Altkirch aus Buggenhagen, keineswegs angenehm, daß der Präsident Wartenberg gegen seine Bank schon eine recht bedeutende Summe verloren hatte und jetzt seinen Einsatz noch erhöhte. Er hätte gern ein mißbilligendes, abmahnendes Wort gesprochen, das aber ging nicht an, da die Bank im Gewinn war und man ihm leicht hätte vorwerfen können, er fürchte bei dem erhöhten Satz des Präsidenten das Gewonnene wieder zu verlieren. Gerade dem Präsidenten durfte der Freiherr von Altkirch am wenigsten durch einen zwar gut gemeinten, aber leicht mißzuverstehenden Rath zu nahe treten. Hatte der Vorstand des Kasino einmal den beim Monarchen in hohem Ansehen stehenden Mann, obgleich er nur einen bürgerlichen Namen trug, aufgenommen in die Gesellschaft, deren Mitglieder fast sämmtlich den höchsten Adelsgeschlechtern angehörten, dann mußte man gegen ihn auch

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