Chapter

Der heimliche König der Armenier

Aus dem Gesandschaftshotel in Pera ging ich, der Sicherheit wegen als Türke gekleidet, zum Hafen hinab, um mich einzuschiffen, am liebsten sogleich! Denn den unirten, katholischen, oder abgefallenen Armeniern stand eine schreckliche Verfolgung bevor, wie man heimlich hier flüsterte. Ich aber, als Reisender, war so glücklich, allem Unangenehmen aller Völker an ihrem Orte, allen Leiden und Bußen der Zeit aus dem Wege gehen zu können. Selbst das Schauderhafte der Natur hatte ich geflohen, in vielen Jahren sogar keinen Todten gesehen und darum wie in einer Art Paradies auf der Erde gelebt. Und auf das Leben in der Türkei, wo es nur darum so barbarisch zugeht, weil Jeder ein gleichsam vogel-freier Unter-Than oder kleiner Freikönig ist und sein will, mußte mir mein Vaterland so gut wie ein Himmelreich dünken. – Es ist ein elendes Gefühl: umkehren, heimreisen! Es liegt darin der Beweis der Täuschung, daß man hierher, wo man sich durch irgend einen Sturm der Leidenschaften oder der Begier hat verschlagen lassen, nicht gehöre; daß man einen der kostbarsten Theile des herangebildeten Lebens, wenn nicht verschwendet, doch nicht der Heimath zugewendet habe. Daß er also gewissermaßen verloren sei, das liegt in dem: Umkehren, Heimreisen! Noch aber liegt auch das Schwere des Verlustes darin, Alles das auf lange – auf Wiederkommen und Wiedersehen, wahrscheinlich aber auf immer dahinten zu

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.