Chapter

Zwei Wochen Stille

In der ersten Woche machte sich niemand Sorgen. Bo war auf dem Hof seines Onkels beschäftigt gewesen. Er hatte der Gruppe Ende Juni gesagt, er werde den größten Teil des Julis dort helfen. Auf dem Hof gab es schlechten Empfang. Bos letzte Nachricht am 4. Juli war gewesen: *Der Empfang hier oben ist mies, melde mich, wenn ich kann. Schönen Sommer euch allen, bis im August.* Die Gruppe — Marek, Esme, Lina und Pim — hatte ihm Glück gewünscht. Sie hatten sich danach keine Sorgen über Bos Schweigen gemacht. Es war eine bekannte Sache. Bo war manchmal ohne Empfang. Er kam immer zurück. Bis Ende der ersten Augustwoche hatte Bo sich noch immer nicht gemeldet. Am 12. August rief Bos Mutter Mareks Mutter an. Marek hatte aus der Küche zugehört, so wie er als Kleinerer auch anderen Anrufen zugehört hatte, an denen er offiziell nicht beteiligt war. Er hörte seine Mutter sagen: „Ja. Ja, ich verstehe. Nein, keines der Kinder hat seit über einem Monat von ihm gehört. — Er hat ihnen erzählt, er sei auf dem Hof. — Ja. Natürlich. Natürlich, Frau Vogel. Es tut mir so — ja. Ja." Seine Mutter legte auf. Sie kam in die Küche. Ihr Gesicht hatte eine bestimmte Form, die Marek vorher nicht gesehen hatte. „Marek. Bo war nicht auf dem Hof." „Was?" „Er hat seinen Eltern erzählt, er sei auf dem Hof. Er hat dir erzählt, er sei auf dem Hof. Er war nicht auf dem Hof. Sein Onkel ist seit Ende Juni in

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