Teil I, Kapitel 1: Doktor Chiwasara
Doktor Chiwasara. Bevor ich hier die Geschichte des »Sterns auf Papier« fortsetze, will ich mit Freuden allen denen danken, die auch an dem jüngst verflossenen Weihnachtsfest und zum neuen Jahr meiner als treue Leser wieder gedacht haben. Ganz besonders gilt dieser Dank meinen beiden Landsleuten drunten in Tunis, die dort auf einsamem Posten als wackere Vertreter des Deutschtums so tapfer ausharren. — Hiermit jedenfalls allen lieben Freunden meinen Dank und noch nachträglich ein »Frohes Neujahr!« — Und nun … Ein nebliger Novembertag. Jener düstere Tag, der den Abschluß bildete von rund zwölf Stunden lebensprühendsten Geschehens. Wir hatten uns vorgenommen, gleich nach dem Mittagessen, das unsere dicke Mathilde Punkt zwölf auftragen sollte, in die Klappe zu kriechen und den versäumten Schlaf nachzuholen. Man soll, wenn man Blücherstraße 10 wohnt, sich nie ein festes Programm machen. Es kommt ja doch immer anders. So auch jetzt … Mathilde trug das Geschirr ab, und wir saßen noch mit Haralds Mutter in der gut geheizten Veranda beieinander, tranken Mokka, rauchten und sprachen über Gerhard Ginz’ gerettetes Eheglück. Dann schwebte Mathilde wieder herein … »Ein Klient ist da …« »Der Deubel soll ihn holen,« fuhr Harald ärgerlich auf. »Ich will schlafen … Ich bin doch nicht Inhaber einer Detektei, daß ich …« »Herr Edward Drake is ’s …« besänftigte die dicke Köchin. »Wer — — Drake?!«