I. Der letzte Abschied
I. Der letzte Abschied. »Freund, wir verweilen nicht lange bei Euch.« »Ah!« machte der Graf. »Nur so lauge, als wir brauchen, um Euch mein Glück zu erzählen,« fügte Porthos bei. »Ah!« wiederholte Raoul. Athos schaute Aramis an, dessen düstere Miene ihm schon sehr wenig im Einklang mit der guten Kunde geschienen hatte, von der Porthos sprach. »Welches Glück begegnet Euch?« fragte lächelnd Raoul. »Der König macht mich zum Herzog,« erwiederte der gute Porthos, sich an das Ohr des jungen Mannes neigend; »zum Herzog mit Diplom.« Aber die Beiseit des guten Porthos waren immer kräftig genug, um von aller Welt gehört zu werden; sein Gemurmel hatte den Klang von einem gewöhnlichen Gebrülle. Athos hörte und gab einen Ausruf von sich, der Aramis beben machte Dieser nahm Athos beim Arm, bat Porthos um Erlaubniß, einige Minuten unter vier Augen sprechen zu dürfen, und sagte dann zum Grafen: »Mein lieber Athos, Ihr seht mich vom Schmerz verzehrt.« »Vom Schmerz!» rief der Gras, »ah! lieber Freund!« »Vernehmet mit zwei Worten: Ich habe gegen den König eine Verschwörung gemacht; diese Verschwörung ist gescheitert, und zur Stunde sucht man mich ohne Zweifel.« »Man sucht Euch! . . . eine Verschwörung . . . Ei! mein Freund, was sagt Ihr mir da!« »Eine traurige Wahrheit, ich bin ganz einfach verloren.« »Aber Porthos. . . dieser Herzogstitel, was bedeutet dies Alles?« »Das ist der Gegenstand meines