Chapter

I. Heu! miser!

Kehren wir also wirklich zu der Erscheinung von Louise de la Vallière zurück. Armer Raoul! hatte Athos mit einem Seufzer gesagt. Armer Raoul! hatte d'Artagnan gesagt Als Raoul weggegangen war, nachdem ihm d'Artagnan den Rath ertheilt, sich nach allen den Strapazen, die er durchgemacht, nach allen Gemüthsbewegungen, denen er unterworfen gewesen, sich einem Schlafe von zwölf Stunden hinzugeben. Von diesen zwei so starken Männern beklagt, mußte Raoul wirklich ein sehr unglücklicher Mensch sein. Als er sich allein nur sich gegenüber fand, als er den unerschrockenen Freund und den zärtlichen Vater hinter sich gelassen hatte, als er sich des Geständnisses erinnerte, das der König von der Zärtlichkeit gemacht, die ihm seine Geliebte, Louise de la Vallière, raubte, da fühlte er sein Herz brechen, wie es Jeder von uns bei der ersten zerstörten Illusion, bei der ersten getäuschten Liebe brechen gefühlt hat. »Oh!« murmelte er, »es ist also vorbei! Nichts mehr im Leben! Nichts mehr zu erwarten, nichts mehr zu hoffen! Guiche hat es mir gesagt, mein Vater hat es mir gesagt, Herr d'Artagnan hat es mir gesagt. Es ist also Alles ein Traum aus dieser Welt l Sie war ein Traum, diese seit zehn Jahren verfolgte Zukunft! Diese Verbindung unserer Herzen war ein Traum! Dieses Leben voll Liebe und Glück war ein Traum! »Ich armer Narr, der ich so ganz laut und öffentlich in Gegenwart meiner Freunde und

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