I. Eine Menge Degenstiche in's Wasser
I. Eine Menge Degenstiche in's Wasser. Seit dem Abenteuer mit der Schranke behandelte Wardes Raoul als Fremden. Man hätte glauben sollen, es wäre nichts zwischen ihnen vorgefallen, nur sahen sie aus, als kenneten sie sich nicht. Raoul trat ein, Guiche kam ihm entgegen. Raoul warf, während er Guiche die Hand drückte, einen raschen Blick auf die beiden jungen Leute. Er hoffte in ihrem Gesichte zu lesen, was in in ihrem Geist vorging. Wardes war kalt und unerforschlich. Manicamp schien in die Betrachtung einer Garnitur versunken, die ihn ganz in Anspruch nahm. Guiche führte Raoul in ein anstoßendes Cabinet und hieß ihn niedersitzen. »Wie gut Du ausstehst!« sagte er zu ihm. »Das ist sonderbar, denn ich bin durchaus nicht freudig gestimmt,« erwiederte Raoul. »Gerade wie ich, nicht wahr, Raoul? Es geht schlecht mit der Liebe.« »Bei Dir desto besser, Graf; die schlimmste Nachricht, das heißt diejenige, welche mich am meisten betrüben könnte, wäre eine gute Nachricht.« »Oh! dann betrübe Dich nicht, denn ich bin nicht nur sehr unglücklich, sondern ich sehe auch glückliche Leute um mich her.« »Das verstehe ich nicht,« erwiederte Raoul; »erkläre Dich, mein Freund, erkläre Dich.« »Du sollst es begreifen; vergebens bekämpfte ich das Gefühl, das Du hast in mir entstehen, in mir wachsen, sich meiner bemächtigen sehen; ich habe zugleich alle Deine Rathschläge und meine ganze Stärke zu Hilfe