Chapter

Dreng und das Feuer

Im Urwald brannte ein Feuer, das einzige auf Meilen im Umkreis. Es war an einem offenen Platz unter einer schräg überhängenden Felswand angezündet, die den Wind abhielt. Oben ging schwer der Sturm durch den Wald, die Nacht war dunkel, nicht Mond, nicht Stern. Es regnete. Aber das Feuer unter dem Felsen stieg ruhig, in klaren Flammen, von einem Haufen Reisig in die Luft. Der Schein bildete gleichsam eine Höhle in der tiefen Nacht. Rund um das Feuer lag eine Gruppe von Menschen und schlief. Alle so nah der Helle, als sie nur konnten. Sie waren nackt. Es waren bloß Männer. Jeder schlief mit seiner Keule in der Hand oder so dicht neben sich, daß er sie im Schlaf erreichen konnte. Geflochtene Körbe mit allerhand Vorräten, Früchten und Wurzeln lagen im Gras um das Feuer herum, dessen runder Lichtkreis die Gruppe in dem wilden Wald umschloß. Ein paar Schritte außerhalb des Felsens, wo der Regen fiel und das Dunkel lauerte, schimmerten bleich die Reste eines geschlachteten zebraähnlichen Tiers, eines Feueropfers … Bloß einer von der Gruppe war wach. Er saß beim Holzstoß, ohne sich zu regen; aber seine Augen standen keinen Augenblick still. Es war ein großer, schwergliedriger Bursch von ungewöhnlich starkem Wuchs, wenn auch noch nicht reif. Neben sich hatte er einen mächtig großen Haufen von Zweigen und Reisig, von dem er ab und zu etwas nahm, um es aufs Feuer zu legen. Wenn dies auch

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