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Vorrede zum zweiten Theile

Indem ich dem Publikum hiemit den zweiten Theil des »getreuen Ritters Hager« übergebe, wolle man den Verfasser desselben nicht vorweg verurteilen; denn wohl weiß er, daß es eine heikle Aufgabe: an den Torso eines entschlafenen Meisters die fortbildende Hand zu legen. Gewöhnlich werden dergleichen Gebilde, böotische Gestalten zwitterartigen Charakters; es fehlt ihnen gemeinhin die Einheit der Composition und die consequente Durchführung der vorgezeichneten Umrisse. Wenn es nun trotzdem der Verfasser dieses zweiten Theiles unternommen hat, das vorgefundene Bruchstück zu vollenden, so wolle man es ihm zu Gute halten, indem »der Sohn es ist, der das Werk des Vaters fortsetzt.« In dieser allernächsten Beziehung zu dem Autor stehend, glaubte er den Grundriß seines Werkes und das Modell seiner Gestalten einigermaßen annäherungsweise erfaßt zu haben, um nach dem Geiste des Vaters die, durch den Feierabend seiner Ruhe unterbrochene Arbeit aufnehmen zu können. Zwar waren der Schwierigkeiten viele; es galt nicht nur die Charaktere der Personen und Zeiten, der Sitten und Gebräuche jener gewaltigen Epoche getreulich aufzunehmen und durchzuführen, sondern auch der Form der alten Schreibweise Herr zu werden. Der Verfasser würde auch sicher vor seinem Beginnen zurückgeschrecket sein, wenn ihn nicht ein hoher Meister teutscher Literatur, dem er vorerst zur entscheidenden Begutachtung einzelne

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