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Der gestohlene Brautschatz

Der gestohlene Brautschatz. Eine Criminalgeschichte aus guter alter Zeit. Vom Verfasser der schwarzen Mare Vor nicht gar vielen, aber auch nicht gar wenigen Jahren, zu einer Zeit indeß, da auch in Preußen noch der alte gute Criminalprozeß galt, wurde ein preußischer Lieutenant aus einer entfernten Garnison nach Berlin versetzt. Eigentlich wurde er dahin zurückversetzt, denn er hatte schon früher einmal dort in Garnison gestanden. In Berlin giebt es vielerlei Militair: die Garden, von denen jedoch ein Theil in Potsdam liegt; das Kriegsministerium, bei dem eine Menge von Offizieren aller Graden theils fest angestellt, theils zur Dienstleistung commandirt sind; Lehrbataillone und Lehrescadrons, zu denen namentlich Subalternoffiziere und Unteroffiziere aus allen verschiedenen Regimentern der Monarchie jährlich commandirt werden; das Invalidenhaus, und noch einige andere Institute, bei denen Soldaten die wesentlichen Bestandteile bilden, oder doch ausschließlich oder hauptsächlich angestellt sind. Der Lieutenant von Maxenstern, von dem hier die Rede ist, wurde nicht zu der Garde versetzt und hatte auch früher nicht bei der Garde gestanden, er war nicht reich genug dazu. Er kam auch nicht in das Invalidenhaus, denn er war weder ein alter noch ein gebrechlicher Mann, noch ein bürgerlicher Lieutenant, der etwa bisher Feldwebel gewesen wäre. Er war ein junger Mann von neunundzwanzig bis

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