Chapter

Die Kupfermine

Die Kupfermine. Hin und wieder flackerte das durch Distelstauden und getrockneten Kameldünger genährte Feuer höher auf und beleuchtete dann mit unruhigem, rötlichem Schein die Gesichter der fünf Männer, die in einer geräumigen Felsgrotte auf dicken, faserigen Matten lagen und soeben ihre Abendmahlzeit, saftige, in der Glut geröstete Lendenstücke einer Antilope, eingenommen hatten. Jetzt wälzte sich der eine, geradezu ein Hüne von Gestalt, auf die Bauchseite, stützte den Kopf in beide Hände und sagte, indem er den Jüngsten des Kreises aufmunternd anblickte: „Na – wie wär’s nun?“ „Aha“, lachte da der kleine, dicke Karl Bolz, von seinen Gefährten nur der rote Knirps ob seines rötlichen Haarwuchses und seiner allzu gedrungenen Figur genannt, – „aha, Kürze-Würze wird ungeduldig, hat soeben ganze vier Worte gesprochen, – – für ihn eine Leistung!“ So klein der Knirps auch war, – eine Stimme hatte er, die „direkt aus dem Magen kommen muß, so tief ist sie“, wie der Ingenieur Fritz Tümmler stets behauptete, der nun ebenfalls den Mund auftat und meinte: „Ich bin ebenfalls auf Paul Lorings Erzählung über aus gespannt – wie ein Flitzbogen!“ „Bei Dir kein Wunder“, ulkte der Knirps. „Du bist so lang und hager, daß man aus Dir in getrocknetem Zustand wirklich leicht einen Bogen machen kann.“ Dieses Wortgeplänkel entlockte dem einzigen Farbigen des Kreises, einem Mischling von Somali-Neger und

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