Der Geisterspiegel - Eine Schachtel Wachszündhölzer.
1. Kapitel. Eine Schachtel Wachszündhölzer. Die Geschichte vom Geisterspiegel hat seiner Zeit in allen Blättern gestanden. Leider aber beruhte das, was die Herren von der Presse ihren Lesern über diesen eigenartigen Kriminalfall mitteilten, zum größten Teil auf freier Erfindung. Harald Harst und ich haben herzlich gelacht, als wir eins dieser Phantasieprodukte lasen. Gerade die Hauptmomente waren gänzlich aus der Luft gegriffen. All diese Artikel stellten eine trübe Bouillon ohne Saft und Kraft dar: Kunstbrühe! Hier bringe ich nun die Tatsachen, wie sie sich eine aus der andern damals entwickelt haben. Hier ist die Wahrheit, abgesehen von ein paar Namen, die ich aus leicht begreiflichen Gründen ändern mußte. In Lucknow in Indien fing die Sache an. Sehr harmlos. Da erreichte uns im Hotel Imperial ein Brief aus Berlin. Wir hatten gerade mit Detektivinspektor Webster abends im Speisesaal ein Souper von sechs Gängen hinter uns, als der braune Kellner den Brief brachte. Harst las ihn, gab ihn mir. »Ein anspruchsvoller Herr, dieser Mr. Marmaduc Battenham,« meinte er dazu. Dann unterhielt er sich mit Freund Webster. — Die Anschrift auf dem Umschlag lautete: Herrn Harald Harst, Bombay, Indien Hotel Excelsior. Bitte nachsenden! Auf der Rückseite stand: Absender: Dr. Marmaduc Battenham, Berlin, Deutschland, Eisenacherstraße 168, 2. Und der Anhalt des Schreibens: Berlin, den 8. Februar