Das Erste Treffen
Yusuf kam an einem Samstag im Juli zurück. Seine Familie hatte ein lautes Auspack-Wochenende. Esme blieb fern — das war eine private Familienzeit, und ihre Mutter hatte gesagt: „Gib ihnen drei Tage."
Am Dienstagnachmittag ging Esme zu Yusufs Haus. Dasselbe Haus. Sie kannte die Klingel. Sie hatte sie zwei Jahre lang nicht gedrückt.
Yusuf öffnete die Tür.
Er war größer. Er sah in einer bestimmten elfjährigen Art unbeholfen in seiner eigenen Haut aus. Er sah auch leicht ängstlich aus — ein Gefühl, das Esme erkannte, weil sie es auch hatte.
„Hi", sagte sie.
„Hi."
Eine kleine, unbeholfene Stille.
„Willst du — reinkommen?"
„Ja."
Sie ging hinein. Der Flur war derselbe. Der Geruch des Hauses war derselbe — etwas Warmes, mit Kardamom aus der Küche seiner Mutter. Der vertraute Geruch traf Esme härter, als sie erwartet hatte. Sie weinte nicht, aber es fehlte nicht viel.
Sie setzten sich auf den Boden seines Zimmers. Yusufs Zimmer war halb ausgepackt. Überall Kartons. Sein alter Schreibtisch war zurück. Sein altes Bücherregal war zurück. Manche Bücher waren welche, an die Esme sich erinnerte. Manche waren neu.
Keiner von ihnen sagte zunächst viel.
Dann sagte Yusuf: „Das ist seltsamer, als ich gedacht hätte."
„Ja", sagte Esme. „Bei mir auch."
„Ich dachte, es wäre wie weitermachen. Aber du bist — du bist ein bisschen anders."
„Bin ich. Du auch."
Er dachte darüber nach.
„Ist