Chapter

Erster Akt

Ein Zimmer in der Wohnung des Obersten v. Leuckfeld. Die Möbel stammen aus Mährisch-Ostrau. Man sieht ihnen an, daß sie Transferierungsreisen quer durch die Monarchie gemacht haben – aus Skandalizien nach Österreich unter der Sau, von Siebenbirien gar nach Wien. Und wieder zurück. Die Oberstin, ihre Tochter Minka, die Majorin, Frau Rittmeister Turek, ihre Tochter Ada, Oberleutnant Graf Rimanski. Die Oberstin. Die Lampions besorgt der Herr Oberleutnant. Rimanski (ein freundlicher Pole, etwas blasiert). Aber mit Freide, meine Damen. Es ist ja meine Aufgabe, Ihnen bei der Festfeier zum Regimentsjubiläum behilflich zu sein. Die Oberstin. Gut. Und dann wird dem Herzog das Festgedicht aufgesagt. Frau Rittmeister (eine Tschechin). Aber, ich bitte, wohär sollen wir beispielsweise das Festpoäm nähmen? Die Oberstin. Gedichte hat immer der Regimentsadjutant beizustellen. Frau Rittmeister. Und aufsagen könnte es meine Ada so scheen . . . Die Majorin (nicht die schönste, nicht die jüngste Frau des Regiments). Aber gehen Sie! Mit der böhmischen Aussprache! Frau Rittmeister. Ich muß sehr bitten. Meine Tochter hat die scheenste deitsche Aussprache in ganz Pilsen gehabt. Ada Ja, Mutter, ich möchte so gerne aufsagen . . . (Ihr Eifer ist löblich; aber sie stößt mit der Zunge an). Die Majorin. Die Tochter des Herrn Obersten. Minka (ein verdammt hübsches Mädchen). Man kann ja das Gedicht auch

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