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Der Falschmünzer

Die sturmbewegten Jahre 1848 und 1849 hatten viele Tausende im deutschen Vaterlande entwurzelt und in die Ferne getrieben. Die meisten, die in ihrer schäumenden Begeisterung für die Freiheit und ein noch unerreichbares Ideal mit den Gesetzen der guten alten Ordnung in Konflikt geraten, waren in die Schweiz oder nach England geflüchtet, um auf fremdem Boden nach tausend Entbehrungen und Kämpfen sich wieder eine Existenz zu erringen, oder völlig unterzugehen. Wer nicht durch irgend einen Zufall in die Schweiz verschlagen wurde, und wer besonders über keine großen Geldmittel zu verfügen hatte, der zog England vor. Dort, in dem Gewühl der Weltstadt, winkte doch für jedes Talent, für jede Arbeitskraft ein weiterer Spielraum, um sich Geltung zu verschaffen, zum wenigsten notdürftig zu behaupten. Unter den vom Schicksal nach London Verschlagenen befand sich auch ein junger Gelehrter, Doktor Willibald. Er war trotz seiner Jugend in die Paulskirche gewählt worden, und wenn er auch dort nicht als ausgezeichneter Redner hervorgeragt, so hatte man doch seinen tüchtigen Charakter, sein vielseitiges Wissen, seine edle Begeisterung für die Sache des Vaterlandes sehr geschätzt. Wie von einem solch jugendlichen Feuer- und Brausekopf zu erwarten war, hatte er auf der äußersten Linken gesessen, war dann, nachdem durch das Zurückweisen der Kaiserkrone seitens Friedrich Wilhelms IV. die

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