Chapter

Erster Teil

Wenn ich Robert Robertsons Bericht veröffentliche, wird der Leser nicht glauben wollen, daß es einen solchen Menschen tatsächlich gibt. Ich selbst war anfänglich im Zweifel und meinte, daß ich einer Mystifikation ausgesetzt worden sei. Darum beschäftigte ich mich längere Zeit nicht ernstlich mit dieser Sache, doch ließ sie mir keine Ruhe, beständig drängte sie sich mir in seltsam aufreizender Weise auf. Halbwegs gegen meinen Willen fühlte ich mich gezwungen, einzelne Punkte in Robertsons Erzählung mit Tatsachen aus der bekannten Dybhavn-Tragödie zu vergleichen, die seinerzeit den ganzen Norden wegen ihrer undurchdringlichen Mystik in Aufregung versetzte, und die man schließlich zu den unaufgeklärten Fällen legen mußte. Folgende Schilderung des Phänomens Robert Robertson wird den Leser bald von der Notwendigkeit, ihn ernst zu nehmen, überzeugen. Und diejenigen, die nicht glauben wollen, daß ein Individuum wie Robertson in einem geordneten Staat leben kann, möchte ich an die Beispiele von Unmenschlichkeit erinnern, die gerade die neuere Zeit in so reichem Maße aufzuweisen hat. Alles, was Zivilisation heißt, hat sich ja als eine dünne Schale erwiesen, die überall platzt, und in dem allgemeinen Chaos sind bald hier bald dort Individuen aufgetaucht, mit Trieben und Instinkten, die, wie wir annahmen, seit Jahrhunderten längst unterdrückt waren. Robertson ist kein Verbrecher im

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