Chapter

Kapitel 1

1. Mitternacht war längst vorüber. Schon dämmerte der grauende Morgenschein in die Salzstadt Hallein. Vor einem Hause blieben zwei Gestalten stehen, ein stämmiger kernhafter Tiroler, kenntlich am hohen Kegelhut, und ein hochaufgeschossener Jüngling, derb von Knochen, breit von Schultern, zur Stunde aber nicht sonderlich fest auf den Füßen und dafür desto schwerer im Kopf. »Gute Nacht, Tiroler-Tini,« lallte der junge Mensch. — »Guten Morgen vielmehr,« lachte der Tiroler »hier ist dein Vaterhaus. Soll ich dich vollends zu Bett bringen?« — »Finde schon allein die Kammer. Wann sehen wir uns wieder, Tiroler?« — »Schwerlich vor Jakobs, mein Bue. Jetzt geh’ ich geschwind zum Schießen nach Rosenheim und nehme den Facken [Fack: Fergel, tirolischer Spottname der Bayern.] ein paar Beste vor der Nase weg. Hernach will ich aus Spruck (Inspruck) und dann ’mal wieder heimschauen. Das große Hauptschießen zu Landshut lass’ ich natürlich auch nicht aus, und so wird’s schon Jakobi werden. Bis dahin b’hüt Gott, Woferl (Wolfgang).« — »B’hüt Gott, Tiroler. Deine Bekanntschaft hat mich recht gefreut, du hast mir eine neue Welt aufgethan. Schad’, daß du schon gehst.« — »Um so geschwinder komm’ ich wieder, Woferl,« und dann wollen wir’s erst recht tuschen (knallen) lassen.« Mit diesen Worten ging Martin, der Tiroler, seines Weges und trällerte noch aus der Entfernung die Worte des Wildschützenliedes:

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.