I
August Witte saß schon eine halbe Stunde im Kaffeehaus und hatte eine Menge Zeitungen vor sich liegen, die er nicht anschaute, als endlich Emerich Berger in großer Hast erschien. »Na also«, rief ihm August entgegen, »kommst du endlich. Es ist wirklich die höchste Zeit. Alles läßt du einen allein machen.« »Pardon«, sagte Emerich, indem er sich niedersetzte, »ich hab' noch einen Besuch machen müssen, da bin ich so schwer fortgekommen – ich hab' doch hoffentlich nichts versäumt? Ist doch schon alles arrangiert?« »Gewiß« antwortete August mit leichten Stirnrunzeln – »zum Glück bin ich ja da.« »Also ist eigentlich nichts mehr zu tun, bevor die Geschichte angeht!« »Jetzt nichts mehr. Ich hab' mir nur noch den Dobrdal herbestellt, um ihm die letzten Instruktionen zu geben.« »Daher – hast du den Dobrdal bestellt?« »Warum denn nicht? Er sieht sehr anständig aus. Und dann weiß doch ein jeder, daß er nicht zu uns gehört.« Emerich nickte zustimmend, dann fragte er: »Was ist denn mit den Lorbeerkränzen?« »Sind schon ins Theater geschafft.« »Na, da ist ja alles in schönster Ordnung. – Und außer uns weiß keiner was davon, nicht wahr?« »Niemand. Dem Fred werden wir's allerdings noch sagen, weil er ja mit uns in die Loge geht.« Emerich schüttelte den Kopf. »Glaubst nicht, wir sollten den Fred auch lieber ... überraschen?« »Ja, warum denn?« »Weißt, ich mein' nur, der Fred ist manchmal so