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1620 bis 1632: Der Winterkönig

1620 bis 1632 Es war Ende Januar, als die Reisekutsche des flüchtigen Königs von Böhmen, so schnell wie möglich durch die schlammige Straße stolpernd, in Wolfenbüttel einfuhr. Seit zwei Tagen fiel dünner, gleichmäßiger Regen, der den Schnee weggeschwemmt hatte, nur im Schutze weit übergreifender Dächer lagerte hier und da noch ein übriggebliebener, verschmutzter Haufen. Die leeren Gassen glichen Röhren oder Schläuchen, durch die Wasser lief; nur daß sie je länger, desto schmutziger wurden. Im Schlosse saß die Herzogin Anna Sophie am Fenster und sah ein paar großen alten Schweinen zu, die mit ihren Rüsseln in Dreck und Abfällen wühlten, und ihr unregelmäßiges, kluges Gesicht verzog sich zu einem schadenfrohen Lächeln, als die anfahrenden Pferde vor den grunzenden Bestien, die ihnen zwischen die Beine liefen, scheuten und dadurch den Wagen des Böhmenkönigs beinahe zu Falle brachten. Als die Schwester Georg Wilhelms, des nunmehrigen Kurfürsten von Brandenburg, der eine Schwester Friedrichs von der Pfalz zur Frau hatte, war sie mit diesem verschwägert, während ihr Mann ein Vetter der Elisabeth war, da sie beide von dänischen Prinzessinnen, Schwestern des Königs von Dänemark, abstammten. Auf diese nahen verwandtschaftlichen Beziehungen gründete Friedrich die Hoffnung auf Beistand und war sehr enttäuscht, den Herzog nicht daheim zu finden; denn er wußte, daß Friedrich Ulrich, der

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