Erstes Kapitel
Die Ereignisse von Tiszarét waren in Porvár noch nicht bekannt, und Réty, obgleich ihm das Wegbleiben seines Sohnes, welches er politischen Gründen zuschrieb, nicht angenehm war, sah doch mit innerer Zufriedenheit und lächelnden Angesichtes auf die große Menge seiner Verehrer, auf deren Schultern er jetzt von seiner Wohnung zum Schauplatze des großen Nationalfestes getragen wurde. Wegen der großen Anzahl des Adels war zum Schauplatze der Restauration der Hof des Comitatshauses gewählt worden. Nachdem der Obergespan seine Rede unter nicht enden wollendem Geschrei: Réty, Bántornyi, Éljen, geschlossen, und Réty mit gleichem Erfolge im Namen des ganzen Magistrats Abschied genommen hatte, wurde zur Bestrafung der allfälligen Excesse ein Gericht zusammengesetzt; hierauf entfernten sich zwei Deputationen, die eine unter dem Vorsitze des Baron Sóskúty, die zweite unter dem Vorsitze eines andern grün, blau und roth angezogenen Magnaten zur Ueberwachung der geheimen Stimmensammlung. Die Parteien hoben Réty und Bántornyi in die Höhe, und drängten sich nicht ohne alle Thätlichkeiten zum Thore hinaus; und der Hof, in dem nur der Obergespan, einige Geistliche, zwei königliche Räthe und ein hinkender Beisitzer zurückblieben, wurde verhältnißmäßig still. Außer dem mittleren Thore hatte das im Viereck erbaute Comitatshaus auf zwei Seiten noch zwei Eingänge. Der Bequemlichkeit wegen und