Chapter

Erstes Kapitel

Wer die untere Theißgegend auch nur theilweise bereist hat, der kann getrost sagen, daß er das Ganze kennt, und der Reisende, der auf unseren sandigen Wegen eingeschlafen ist, wird, wenn er nach ein paar Stunden erwacht, nur an der tieferen Sonne gewahren, daß er vorwärts gekommen sei. Weithin sich dehnendes Weideland, dessen Einförmigkeit nur hie und da ein eimerloser Ziehbrunnen, oder um halbausgetrocknete Sümpfe spazierende Störche unterbrechen, schlecht bebaute Felder mit Mais und Weizen, hier und dort eine einsame Hütte, wo ein paar zottige Schafhunde an die Heiligkeit des Besitzes mahnen, und die vom vorigen Jahre zurückgebliebenen Heu- und Strohschober daran erinnern, daß der Eigenthümer entweder sehr viel Heu oder sehr wenig Vieh besitzt, – dies sah er, als er die Augen schloß; dies sieht er, wenn er sie wieder öffnet. Die Thürme selbst, die, als er zum letztenmale umherblickte, am fernen Rande der Ebene wie spitze Säulen standen, sie scheinen mit ihm gereist zu sein; wenigstens ist zwischen ihnen und jenen, die er jetzt sieht, ebenso wenig Unterschied wahrzunehmen, als zwischen dem Dorfe, dem er damals nahte und jenem, dem jetzt die Rosse zutraben. Da auf uns nichts so zurückwirkt, als der Charakter Jener, mit denen wir umgehen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Theiß den jugendlichen Muthwillen, den sie in der Marmaros gezeigt, vergessend oder bereuend, zuletzt

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