Chapter

1.

„Ihr habt Euch doch durch all die böse Zeit Eure wunderschönen Eichen gerettet, Meyer Jochmaring; es ist eine Pracht, wie weit sie mit den alten Aesten ausgreifen, bis über den Wasserspiegel hinaus.“ Diese Worte sprach eine schlanke und zierlich gewachsene, einfach gekleidete junge Dame, deren Züge eine auffallende aristokratische Schönheit zeigten, zu einem reckenhaften alten Bauern, der in einer grauen Zwillichjacke und dunkeln manchesternen Kniehosen mit Zinnschnallen neben ihr auf einer Bank unter den gerühmten Eichen saß. Sie hatte Recht; diese Eichen waren von merkwürdiger, malerischer Schönheit; sie standen auf dem Baumanger hinter einem sehr langen strohgedeckten Bauernhause, das ganz pittoresk auf einer Art breiten Halbinsel lag. Ein schmaler Fluß umgab nämlich das Gehöft mit seinen fünf oder sechs verschiedenen Gebäulichkeiten und trat ziemlich dicht an die Rückseite des Wohnhauses heran. „Mein Vater,“ fuhr die Dame fort, „gäbe viel darum, wenn er eine solche Baumgruppe in seinem Parke hätte.“ Der Bauer sah mit einem zufriedenen Blicke zu dem dichtbelaubten Geäste auf und sagte dann lächelnd: „Es ist wahr, die Bäume sind schön. Und was Euer Vater in seinem Parke hat, das sind auch schöne Bäume; aber es ist meist um des schnellen Wachsens willen gepflanzt und ist kein solches Eichenholz. Und was Eure Wälder angeht, nun ja, damit kann sich Unsereins nicht messen; ich

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