Chapter

Der Doppelgänger des Herrn Schnepfe

»Guten Tag, Herr Schnepfe!« Die Stimme war bärbeißig. Ihr gemütlicher Ton klang nicht ganz echt. Das runde, rote Gesicht, das zu der wohlbeleibten Gestalt gehörte, hatte in den Augen und um die Mundlinie unter dem schwarzen Schnurrbart etwas höchst Energisches. Die Hand aber, die sich auf Dorivals Arm legte, griff auf einmal mit eisernem Griff zu – »Donnerwetter!« sagte Dorival und riß sich mit einem kurzen Ruck los. »Sachte, man sachte!« mahnte die Stimme. »Mach keine Zicken, Männeken, sonst ...« Da fand Dorival endlich die nötigen Worte. Er fing kräftig an, wurde kräftiger nach den ersten zwei Sätzen, und endete stark mit den stärksten Machtmitteln der deutschen Sprache. »Jut gebrüllt!« sagte die Stimme beifällig. »Sehr jut. Alle Hochachtung. Aber nu' Schluß mit die Mätzchen.« Die harte Hand schlug den Rock zurück. »Siehste die Marke? Kriminalpolizei. Sie sind verhaftet, Emil Schnepfe. Was war das übrigens für ein Name, unter dem Sie sich soeben scherzeshalber vorgestellt haben?« »Ich bin der Freiherr Dorival von Armbrüster.« »Sehr jut! 'n schöner Name, Schnepfchen. Aber Geschäft is Geschäft: Wollen Sie nun freundlichst den kleinen Spaziergang nach dem Polizeipräsidium gutwillig mit mir machen oder soll ick Ihnen mit eisernen Armbändern verzieren?« »Mann, Sie irren sich!« »Ick irre mir nie!« »Ich sage Ihnen, Sie fallen furchtbar 'rein!« »Ich bin Kummer und Elend gewöhnt,

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