Chapter

Vorwort

Mit sehr großem Vergnügen habe ich vernommen, daß hie und da gewisse Leute, vorzüglich des schönen Geschlechts, sich über manche Stellen in meiner Novelle: »Malers Traum,« die unser gesellschaftliches Unwesen etwas scharf rügen, bitter beklagt und weidlich auf mich geschimpft haben. Ja, es freut mich, daß sie sich getroffen fühlen, diese edeln Seelen, und zu ihrem Troste sei ihnen gesagt, daß ich sie wirklich gemeint habe. Ich hasse nichts mehr, als diese ekelhaften gesellschaftlichen Coterien, die stinkenden Gräber alles bessern öffentlichen Lebens; ich hasse die Menschen, die sich die planmäßige Ausbildung des erbärmlichsten Kleinigkeitsgeistes zum großen Ziel gesetzt, deren faulendes Austerleben sich um Klatschen, Kartenspielen und Thee dreht; ich hasse diese enge, ängstliche Bürgerwelt voll scheinheiliger Lumpe, voll breitmauliger Gesellen, die nur immer sich selbst und ihre großen Verdienste um Welt und Menschheit im Auge haben, die ewig über Freiheit radotiren, schwadroniren, räsonniren, und zu Hause von einem »lieben Gänschen« geleitet, mit ekelhafter Breite den Liberalismus zur ungenießbaren Wassersuppe brauen. – Ihr Vertheidiger der Menschenrechte, die Ihr stündlich die ersten Pflichten gegen Euere Nebenmenschen versäumt, die nicht zu Euerer Coterie gehören, Ihr gewaltigen Verlanger der Preßfreiheit, die Ihr wüthet, wenn auf Euere Gemeinheit von fern allegorisch in

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