Chapter

Ein Geerbter Ausweis

Als Mareks Großvater starb, erbte Marek einen alten, weichen, blauen Büchereiausweis. Andere Leute erbten größere Dinge. Seine Mutter erbte das Haus. Sein Onkel erbte das kleine Gemälde vom Hafen in Gdańsk. Marek, der neun Jahre alt war und seinen Großvater mehr geliebt hatte als jeden anderen Menschen auf der Welt, erbte den Büchereiausweis und einen Bleistift, den sein Großvater immer in der Hemdtasche getragen hatte. Seine Mutter sagte, er dürfe den Ausweis weiterbenutzen. Die Bibliothekarin, Frau Soltan, kannte sie. Die Stadtteilbücherei war winzig, zwei Straßen von der Bushaltestelle entfernt, in einem alten Backsteinhaus, das früher einmal jemandem gehört hatte. Marek ging am Samstag nach der Beerdigung hin. Er stand am kleinen hölzernen Tresen und legte den blauen Ausweis hin. „Hallo, Marek", sagte Frau Soltan. Sie hatte graue Haare, hochgesteckt zu einem Knoten, und sehr freundliche Augen. „Es tut mir leid um Karol." „Danke", sagte Marek. Sein Großvater hieß Karol. Es von der Bibliothekarin zu hören, ließ Marek den Hals eng werden. Er sah sich in der Bücherei um. Er war oft mit seinem Großvater hier gewesen. Dieselben Regale. Dasselbe gelbe Licht. Der Lesetisch. Die Biographieabteilung, in der sein Großvater gerne stundenlang gestöbert hatte. „Was hat er zuletzt ausgeliehen?", sagte Marek. „Ich möchte lesen, was er gelesen hat." Frau Soltan blätterte in ihrem

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.