Chapter

Stilles Beschuetzen

Mark war sieben. Er las gerne. Er las in jeder freien Minute — am Tisch, vor dem Schlafengehen, an der Bushaltestelle. Die anderen Jungen an der Bushaltestelle lachten ihn dafür aus. Nicht laut. Nur genug. „Bücherwurm." „Schau, er liest immer noch." „Worum geht's, Mark? Prinzessinnen?" Mark senkte dann sein Buch und versuchte zu lächeln. Das Buch handelte tatsächlich von Prinzessinnen, und auch von Drachen, und auch von einem Krieg zwischen Bergdörfern, der eine komplizierte Geschichte hatte. Mark liebte es. Aber das Lachen ließ ihn sein Gesicht ruhig halten. Seine große Schwester Greta war elf. Sie wartete auch an der Bushaltestelle. Sie hörte das Lachen. Sie sagte den Jungs nichts. Sie wurde nicht wütend. Greta war so — nachdenklich. Am nächsten Morgen brachte Greta ihr eigenes Buch mit. Ein dickeres Buch. Hers handelte von Astronauten. Sie setzte sich neben Mark auf den Bordstein, schlug es auf und fing an zu lesen. Die anderen Jungs schauten kurz hin. Sie sagten nichts zu Greta. Greta war elf, und Greta war ungerührt, und Greta las. Am Morgen danach brachte Gretas Freundin Hanna ihr Buch mit. Hannas war ein dünnes Gedichtbändchen. Hanna setzte sich neben Greta. Die drei saßen in einer Reihe und lasen. Am Morgen danach setzte sich ein Junge von der Schule nebenan — ein Junge, der mit gelacht hatte — ans Ende der Reihe auf den Bordstein, ohne Buch. Er sah ihnen

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