Vorwort
Die literarische Behandlung von Spionage und Gegenspionage findet überall das größte Interesse. Mag es sich nun um Bücher handeln, die auf Grund von Tatsachen die Tätigkeit feindlicher Agenten schildern – wie das ausgezeichnete Werk von Oberst Nicolai – oder um Romane, fast immer ist es das abenteuerliche Moment, die erregende Atmosphäre, was den Leser zur Lektüre reizt. Im großen Kriege hatte Deutschland die ganze Welt gegen sich. Noch ist es jedem bekannt, wie gleich bei Kriegsausbruch die feindliche Propaganda einsetzte, die Welt mit Berichten über erfundene deutsche Greueltaten überschwemmt wurde. Auch heute noch werden solche Geschichten von den Propaganda-Zentralen verbreitet, immer noch sind die Deutschen »Hunnen«, mit denen ein ordentlicher Ausländer wohl Geschäfte machen, aber anständigerweise nicht verkehren darf. Ob der einzelne Deutsche nun Republikaner oder Monarchist ist, ist für den Ausländer egal. Nirgends tritt diese Tendenz deutlicher zutage als in der Presse und der Unterhaltungsliteratur des Auslandes. In Schweden schrieb Frank Heller für die alliierte Propaganda zwei deutschfeindliche Romane: » Herr Leroux i luften« und » Monsieur Jean Louis Kersels papper«. In Frankreich schreiben Maurice Leblanc, Charles Lucieto und Gaston Leroux. In U. S. A. versucht Mr. Sutherland die während des Krieges in Amerika spontan geschehenen Sabotageakte der deutschen