Was Im Lagerraum Lebt
Am nächsten Samstag standen zwei Dosen Sardinen auf der Liste.
Theo kaufte sie. Er ging den langen Pfad. Er gab Herrn Eichmann die Tüte.
Diesmal verabschiedete er sich nicht und ging nicht direkt nach Hause. Er tat so, als ginge er, lief um die Seite des Leuchtturms herum und kauerte sich hinter die niedrige Steinmauer, die den alten Garten umringte.
Er wartete.
Herr Eichmann kam etwa fünfzehn Minuten später aus dem Wärterhaus. Er trug eine kleine Schale. In die Schale waren, das konnte Theo selbst von der Mauer aus deutlich sehen, Sardinen aus einer Dose ausgekippt.
Herr Eichmann ging, sehr langsam, weil seine Knie nicht mehr das waren, was sie einmal gewesen waren, hinter den Lagerraum. Er stellte die Schale neben die Tür des Lagerraums. Er wartete.
Theo hielt den Atem an.
Nach einem Moment öffnete sich die Tür des Lagerraums — die immer geschlossen war, aber, wie Theo jetzt bemerkte, eine kleine Klappe unten eingebaut hatte — einen Spalt weit. Eine Nase kam heraus. Dann ein Kopf. Dann ein kleines, sehr dünnes Tier.
Es war ein Fuchs.
Ein Fuchs, der eines seiner Hinterbeine seltsam hochhielt — ein Bein, das offensichtlich verletzt gewesen war. Der Fuchs sah sich vorsichtig um. Er sah Herrn Eichmann. Er rannte nicht weg. Er schlich nach vorne und begann, die Sardinen zu fressen.
Herr Eichmann setzte sich, sehr behutsam, auf eine Kiste und sah ihm beim Fressen zu.